Geplante EEG-Reform: Niedersachsen warnt vor Nachteilen für private Solaranlagen

Weniger Förderung für neue Photovoltaikanlagen

Das Niedersächsische Umwelt- und Energieministerium kritisiert die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Nach Ansicht des Landes könnten insbesondere private Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer benachteiligt werden, die künftig in eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach investieren möchten.

Nach den vorgelegten Plänen soll die Einspeisevergütung für neue private Solaranlagen nur noch drei Jahre statt wie bisher 20 Jahre gezahlt werden. Danach müssten Betreiber ihren überschüssigen Strom selbst vermarkten. Das Umweltministerium befürchtet, dass sich dadurch viele Fotovoltaik-Projekte wirtschaftlich nicht mehr rechnen und Investitionen ausbleiben.

Land fordert Nachbesserungen

Umwelt- und Energieminister Christian Meyer fordert deshalb eine Überarbeitung des Gesetzentwurfs. Aus Sicht des Landes müsse es weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen für private Photovoltaikanlagen geben, damit der Ausbau der Solarenergie auf Hausdächern nicht ins Stocken gerät.

Auswirkungen auch auf Windenergie

Neben den geplanten Änderungen für private Solaranlagen sieht Niedersachsen auch Risiken für den Ausbau der Windenergie. Vorgesehen ist unter anderem die Einführung sogenannter Netzengpassgebiete. Dort könnten Betreiber neuer Windenergieanlagen künftig keine Entschädigung mehr erhalten, wenn ihre Anlagen wegen überlasteter Stromnetze abgeregelt werden müssen.

Nach Angaben des Landes wären davon allein in Niedersachsen rund 1.268 geplante Windenergieanlagen betroffen. Das Ministerium warnt vor erheblichen Auswirkungen auf Investitionen in Windkraft, Stromnetze und Batteriespeicher.

Niedersachsen fordert Änderungen

Das Umweltministerium spricht sich deshalb für eine grundlegende Überarbeitung der Entwürfe aus. Gefordert werden unter anderem bessere Förderbedingungen für private Photovoltaikanlagen, der Verzicht auf die geplanten Einschränkungen in Netzengpassgebieten sowie ein schnellerer Ausbau der Stromnetze.

Quelle: https://www.umwelt.niedersachsen.de/…/