# **Waldschwimmbad Herrenbrücke – Baufortschritt im Zeitplan**
### **Im Bericht der Verwaltung während der Ratssitzung am 23.04.26 wurde der aktuelle Baufortschritt dargestellt – alles in Ordnung.**

_Bildquelle: A.Blin/MoinHei.de „Sanierung des Freibades Faßberg von September 2025 bis Dezember 2026”_
Ein kurzer Rückblick. Während der Januarsitzung des Ausschusses für bauliche Entwicklung stellte der Generalplaner Hüßing vom Büro Hüßing Architekten, den zum Zeitpunkt der Sitzung aktuellen Sachstand vor. Das Protokoll ist für jeden im Allris der Gemeinde zugänglich.
### **Reduzierte Variante – weniger ist mehr**
> Quelle: [Top 6 BA vom 20.01.26](https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723) – Herr Hüßing stellt den aktuellen Planungsstand vor. Grundlage ist die Entwurfsplanung aus dem Jahr 2025, die zugleich als Ausschreibungsgrundlage dient. **Aufgrund zu hoher Kosten wurde eine reduzierte Variante erarbeitet. Der Kinderbereich wird vergrößert und attraktiver gestaltet, während der Nichtschwimmerbereich leider aus Kostengründen verkleinert werden muss.** Das 50-Meter-Becken bleibt erhalten und wird vollständig saniert. Das bestehende Gebäude bleibt erhalten und wird erweitert. Die Erschließung erfolgt künftig barrierefrei durch breitere Wege, außerdem werden barrierefreie WC-Anlagen im Bestand untergebracht. Der Kiosk wird an den Eingangsbereich verlegt und zukünftig nicht mehr vom Hotel betrieben.
### **50 Jahre alte Filter, 10 Jahre alte Pumpen – nach Wartung weitere 30 Jahre nutzbar**
> Quelle: [Top 6 BA vom 20.01.26](https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723) – Ausschussmitglied Klaus Glagla erkundigt sich nach der technischen Ausstattung, insbesondere nach den Pumpen und einer neuen Filteranlage. Herr Deye von Deye Consult, zuständig für die Haustechnik, erläutert, dass die zwei vorhandenen großen Filteranlagen ausreichend dimensioniert und substanzmäßig gut sanierbar seien. A**ufgrund der angespannten Kostensituation sollen diese weiter genutzt werden und hätten eine Restnutzungsdauer von etwa 30 Jahren nach Sanierung.** **Die vorhandenen Umwälzpumpen seien etwa zehn Jahre alt und entsprächen dem aktuellen Stand der Technik.** Der kleinere Filter für den bisherigen Nichtschwimmerbereich werde zurückgebaut und durch einen neuen Filter mit neuen Pumpen ersetzt. Diese Anlage sei DIN-konform und ebenfalls auf eine Lebensdauer von rund 30 Jahren ausgelegt.
### **Kaltes Wasser kein Problem – 100 000 € sind nicht eingeplant.**
> Quelle: [Top 6 BA vom 20.01.26](https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723) – Weiter merkt Ausschussmitglied Klaus Glagla an, dass immer wieder Kritik von aktiven Schwimmern komme, dass das Wasser im Schwimmerbecken zu kalt sei. Beheizt wird das Becken über die Biogasanlage, die aber bereits am Limit fahre. **Herr Deye erklärt, dass aufgrund des Budgetproblems der Einbau einer neuen Heizung nicht möglich sei.** Eine Wärmepumpenanlage würde Investitionskosten von rund 100.000 Euro verursachen und zudem höhere Betriebskosten in den Randzeiten im Mai und September nach sich ziehen.
### **Nichtschwimmer rücken zusammen, aus Kostengründen schrumpft beliebtester Bereich**
> Quelle: [Top 6 BA vom 20.01.26](https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723) – Herr André Blin erfragt den Umfang der Verkleinerung des Nichtschwimmerbereichs. **Herr Hüßing erklärt, dass dieser von 500 auf 350 Quadratmeter reduziert werde; das Kleinkindbecken umfasse künftig 120 Quadratmeter.**
### **Budget und Finanzplan – ein dehnbarer Begriff**
> Quelle: [Top 6 BA vom 20.01.26](https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723) – Ausschussmitglied Torsten Ahrens kritisiert, dass zu Beginn ein Budget festgelegt und daraufhin ein Förderantrag gestellt worden sei, obwohl das Geld nicht ausreiche. Zudem habe es seiner Meinung nach keine Beteiligung der Öffentlichkeit gegeben. Er fragt nach dem Ursprung der jetzigen Einschränkungen.
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> Herr Hüßing erklärte, dass der Förderantrag aus dem Jahr 2023 stamme und sich der Baukostenindex zunächst um 4 % und anschließend um weitere 7 % erhöht habe, sodass sich neue Gesamtkosten von rund 7,2 Millionen Euro ergeben hätten, weswegen nun eine an die Kosten angepasste Planung erforderlich sei. Herr Ahrens entgegnet, dass dies hätte eingeplant und in einer öffentlichen Ratssitzung diskutiert werden müssen.
### **Blick nach vorne – Ratssitzung am 23.04.26**
Genug von gestern! Der Abriss sei abgeschlossen und man beginne mit dem Aufbau. Alle Gewerke sind zwar noch nicht ausgeschrieben, aber man liegt gut in der Zeit. Das alles spricht für eine Wiedereröffnung nach Zeitplan.
### **Zwei Kommentare sorgten für Unbehagen.**
So ließ das Ratsmitglied Carsten Dickow zwischenzeitlich eine Bemerkung fallen, dass während des nicht öffentlichen Teils und im Kontext der Schwimmbadsanierungen den Ratsmitgliedern die „Kinnlade herunterfiel“. Unbemerkt blieb das nicht, einige Reaktionen konnte man vom Publikum aus gut erkennen. Als dann auch Michael Gebers von weiteren „Millionenausgaben“ im Zusammenhang mit dem Waldschwimmbad sprach, kamen Erinnerungen an die oben zitierte BA-Sitzung vom 20. Januar auf. Sollten erneut die Preise eine Anpassung des Sanierungsumfangs nötig machen?
BM´in Speder berichtete unter TOP 20 – Mitteilungen der Verwaltung und Bericht der Bürgermeisterin über wichtige Angelegenheiten kurz vor Ende der Ratssitzung von einem normalen Baufortschritt und den anstehenden Arbeiten.
### **Zuschauerfragezeit brachte keine Klärung: zwei Fragen, nur eine Antwort.**
Aufgrund der zwei oben genannten Bemerkungen nutzte ich die Zuschauerfragezeit unter Top 23, um mich nach den Hintergründen zu erkundigen. Ich fragte, ob im nicht öffentlichen Teil Informationen besprochen wurden, die vielleicht bei den Ausführungen der BM vergessen wurden, und ob wir darüber etwas in der noch laufenden Sitzung erfahren werden.
Keine Reaktion! Man beantwortete mir dann eher die zweite meiner Fragen, die aber nichts mit dem Waldschwimmbad zu tun hatte. Da ich mir unsicher war hakte ich nach. Die Reaktion fiel deutlich aus aber zur Beantwortung der Frage trug das nicht bei. Am Ende entschuldigte ich mich dann doch für aus meiner Sicht einzig spitze Bemerkung gegenüber einem Ratsmitglied. Die Sitzung wurde geschlossen.
### **Zur Einordnung: Kosten steigen aus vielerlei Gründen.**
**Recherche unterstützt durch KI** – auch ein Blick auf vergleichbare Schwimmbadprojekte in Norddeutschland zeigt: Kostensteigerungen bei Freibad- und Schwimmbadsanierungen sind längst kein Einzelfall. In Niedersachsen stiegen die veranschlagten Kosten beim Schwimmpark Twistringen von 11,0 auf 16,5 Millionen Euro, beim Freibad Hoya von 9,5 auf 11,5 Millionen Euro und beim Freibad Adendorf von rund 5,6 auf 9,44 Millionen Euro. Selbst das Waldschwimmbad Hohegeiß wurde deutlich teurer; dort wurde öffentlich eine Entwicklung von zunächst 1,66 auf 3,5 Millionen Euro genannt. Aus diesen vier niedersächsischen Beispielen ergibt sich rechnerisch eine durchschnittliche Kostensteigerung von rund 63 Prozent. Rechnet man den besonders starken Ausreißer Hohegeiß heraus, liegt der Durchschnitt immer noch bei rund 47 Prozent. **Die Gründe ähneln sich: gestiegene Baupreise, teurere Technik, höhere Anforderungen an Energie, Barrierefreiheit und Sicherheit, aufwendigere Erd- und Entsorgungsarbeiten sowie schwierige Ausschreibungen bei Spezialgewerken wie der Schwimmbadtechnik. Genau diese Faktoren treffen kommunale Frei- und Waldschwimmbäder besonders stark.**
### Mehr zum Thema Baukostensteigerung
- Sitzung für bauliche Entwicklung am 20.01.26 – [https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723](https://www.fassberg.de/allris/to020_r.asp?TOLFDNR=22723)
- Baukostensteigerung in Deutschland und Österreich – [https://www.bundestag.de/....WD-5-037-25.pdf](https://www.bundestag.de/resource/blob/1149808/WD-5-037-25.pdf)
- Schwimmpark Twistringen – Kostenentwicklung von 11 auf 16,5 Mio. Euro:
[https://www.kreiszeitung.de/.../kostenexplosion-fuer-sanierung-wie-geht-es-fuer-den-schwimmpark...](https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/twistringen-ort47316/kostenexplosion-fuer-sanierung-wie-geht-es-fuer-den-schwimmpark-weiter-94263286.html)
- Freibad Hoya – Sanierung rund 2 Mio. Euro teurer / bis zu 11,5 Mio. Euro Gesamtvolumen:
[https://www.kreiszeitung.de/...freibad-hoya-sanierung-modernisierung-kosten-schwimmen...](https://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/grafschaft-hoya-ort120424/freibad-hoya-sanierung-modernisierung-kosten-schwimmen-eroeffnung-samtgemeinde-93460670.html)
- Freibad Adendorf – Kostenentwicklung von rund 5,6 auf 9,44 Mio. Euro:
[https://www.adendorf.de/1/aktiv-in-adendorf/freizeit/freibad/](https://www.adendorf.de/1/aktiv-in-adendorf/freizeit/freibad/)
- Waldschwimmbad Hohegeiß – deutliche Kostensteigerung bei der Sanierung:
[https://www.goslarsche.de/lokales/800000-Euro-mehr-fuer-Freibadausbau-in-Hohegeiss-465348.html](https://www.goslarsche.de/lokales/800000-Euro-mehr-fuer-Freibadausbau-in-Hohegeiss-465348.html)
