Kommunalwahl 2026 - Hochbetrieb in der Faßberger Gerüchteküche


Bild: A.Blin/MoinHei.de „Faßberger Ortsschild“

Aktuell herrscht Hochbetrieb in der Faßberger Gerüchteküche. Es werden Behauptungen rund um die Uhr aufgestellt, wiederlegt und auf deren Grundlage wieder neue Behauptungen aufgestellt. Stündlich wird beschwichtigt, versucht, den Kritikern unlauteren Wettbewerb zu unterstellen, heimlich werden Fotos gemacht, Anzeigen gestellt und man flüchtet sich, wo man nur kann, in die Opferrolle.

Die neuen Kandidatinnen und Kandidaten im Kreuzfeuer

Die neuen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer lernen durch dieses Verhalten gleich von der Pike auf, mit dem Ellenbogen statt mit dem Händedruck und Blickkontakt ihre Themen durchzuboxen. Statt Vorschläge zusammenzufassen, und zu ergänzen, gibt es nur die eigene Meinung und keine gemeinsame Richtung. Hilft uns das angesichts der ganzen Altlasten weiter? Ich denke nicht, bin aber auf eure Kommentare gespannt.

Ich meine: Meine Damen und Herren, ein wenig mehr Demut und Selbstreflektion wäre angebracht.

Berichterstattung und Presse werden zum Problem

Wenn selbst die CZ auf einmal als „Heidestürmer“ tituliert wird, nur weil über unangenehme Fakten berichtet wird, hat das kein Geschmäckle mehr, das ist unangebracht. Auf Bundes- und Landesebene hat genau diese Ausdrucksweise den radikal linken und rechten Kräften unserer Gesellschaft den Weg bereitet. Das Infragestellen von renommierten Redaktionen, und den Behauptungen, etablierte Parteien seien die Wölfe und man selbst nur das unschuldige Schäfchen, trägt dazu bei, dass in unserer Gemeinde Missgunst und Misstrauen wachsen. Fehlt nur noch die Aussage, dass die Fraktionen von FDP, SPD, CDU und den Grünen von „GANZ OBEN“ gesteuert werden.

Klausur statt Boxring

Würden sich ausnahmslos alle, die seitens der Politik und Verwaltung die Zeit zur Selbstreflexion nehmen, gäbe es diese kruden Theorien und wüsten Anschuldigungen gar nicht. Stattdessen wird der Nährboden für radikalere Meinungen und Taten geschaffen und tatkräftig mit dem Wahlkampfgetöse vermischt. Eines ist klar: Es gibt Personen, die ehrenamtlich versuchen, die Gemeinde in eine gewünschte Richtung zu manövrieren, und es gibt diejenigen, die täglich den Kurs einschlagen, halten und korrigieren müssen. Als Außenstehender schaue ich weder der BM‑in noch den Beamtinnen und Beamten und Angestellten auf den Schreibtisch. Ich sehe nur die Ergebnisse, oder eben nicht. Nach dem 13. September stehen die Kandidaten für die kommenden 5 Jahre fest, die Personalie des HVBs vielleicht auch, und was dann? Zweimal tief durchatmen und weitermachen oder erst mal die Brandstifter in den eigenen Reihen zum Mitmachen oder zum Gehen auffordern.

Die Mär vom Verrat, von kruden Theorien über Fremdsteuerung und Abhängigkeiten ist nach der Wahl kein stabiles Fundament.

Politik und Verwaltung in Echtzeit benötigen echt Zeit.

Angesichts dessen nehme ich seit Jahren am Sitzungsgeschehen teil. Mein Fazit bereits nach ein paar Monaten war, dieses Geschehen zu dokumentieren. Klar subjektiv, oft fehlten dem altbackenen Allris-System geschuldet die Backlinks oder Hintergrundinformationen und bei Nichtteilnahme wochen- oder auch monatelang die Protokolle. Habe ich das kritisiert? Ja! Habe ich versucht, das zu ändern? Ja! Hat es was gebracht? Ganz klar: ja. Reicht mir das? Nein, es reicht nicht.

Aus den hinteren Reihen wirken und dann in Deckung gehen.

Diejenigen, die in den vergangenen Wochen immer aus den hinteren Reihen gefeuert und Aussagen ohne eigene Prüfung übernommen haben, sind aus meiner Sicht leider übers Ziel hinausgeschossen. In unserer Gemeinde dürfen wir die Hauptverwaltungsbeamtin oder den Hauptverwaltungsbeamten wählen. Wir dürfen dafür sorgen, dass unsere Nachbarin, oder der Bekannte oder auch jemand aus der eigenen Familie die Zukunft unserer Gemeinde beeinflussen darf. Mit unseren Stimmen sorgen wir dafür, dass aus Liebe, Freundschaft und Vertrauen handfeste Dinge werden. Aber das geht nicht ohne eine eigene Sicht der Dinge und ohne dass man sich breit gefächert informiert. Das hat nichts mit einem Geschlechter- oder Klassenkampf oder auch nichts mit Märchen von David gegen Goliath zu tun. Lasst euch nicht vor den Karren spannen, schon gar nicht von Leuten, deren einziges Pfund es ist, bereits lange „dabei“ zu sein.

Ein Teil meiner Erfahrungen mit der kommunalen Verwaltung und Politik

Die verlinkten Beiträge zeigen wiederkehrende Herausforderungen in der Haushaltsführung der Gemeinde Faßberg. Im Mittelpunkt stehen verzögerte Haushaltsbeschlüsse, Beanstandungen bei Jahresabschlüssen und Buchhaltung, eingeschränkte Kreditmöglichkeiten sowie die Frage, welche Investitionen unter diesen Bedingungen noch finanzierbar sind. Besonders deutlich werden die Folgen bei Schulen, Kindertagesstätten, Infrastruktur und dem Lehrschwimmbecken: Sanierungen werden verschoben, Förderungen und Eigenanteile müssen abgesichert werden, und freiwillige Leistungen geraten unter zusätzlichen Druck. Zugleich wird sichtbar, wie wichtig transparente Entscheidungen, vorausschauende Unterhaltung und eine nachvollziehbare Finanzplanung für die kommunale Handlungsfähigkeit sind. Die Liste dokumentiert Berichte, Beschlussvorlagen, Pressebeiträge und Einordnungen zu diesen Entwicklungen. Sie soll Zusammenhänge sichtbar machen und eine sachliche Orientierung ermöglichen.

Leider, mal wieder, ein Wahlkampf in dem das Diskreditieren wichtiger ist als vieles andere.
Stellenweise hat man das Gefühl dass es mehr um “der hat mir mein Förmchen geklaut” geht als um sachliche Themen.
Meiner Meinung nach haben sich die Gruppen/Parteien eher selbst unglaubwürdig gemacht.
Für das Amt des Bürgermeisters/Bürgermeisterin sehe ich leider keine wirklich wählbare Person.
Und für den Rat? Das Werben mit dem Miteinander ist vor der Wahl immer groß und nachher denken die meisten nur noch an sich selbst. Das gilt für die (politische) Zugehörigkeit als auch für den persönlichen Vorteil.

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Guten Morgen

ich bin überzeugt, dass wir durch die vielen neuen Gesichter eine wirkliche Chance haben. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich die Einwohner/-innen am 13.09.26 entscheiden. Unabhängig davon gibt es noch einiges zu tun.

Beste Grüße André :waving_hand: